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Mittwoch, 02 April 2025 18:40

7 unbekannte japanische Gerichte in Berlin entdecken

Sushi Sushi foto: Pixabay

Viele denken bei japanischem Essen sofort an Sushi. Die feinen Reishäppchen mit Fisch sind zweifellos ein kulinarischer Klassiker – auch in Berlin. Doch Japans Küche ist weitaus vielfältiger. Von wärmenden Eintöpfen über knuspriges Streetfood bis hin zu überraschenden vegetarischen Gerichten reicht das Spektrum, das hierzulande noch oft übersehen wird.

In Berlin wächst die Lust auf Authentizität. Immer mehr Restaurants und kleine Küchen zeigen, wie bunt und tief verwurzelt die Esskultur Japans wirklich ist. Dieser Artikel führt zu sieben japanischen Gerichten, die du vielleicht noch nie probiert hast – aber definitiv solltest. Und das Beste: Du findest sie direkt hier in Berlin.

Mehr als Sushi

Sushi ist in Berlin längst angekommen. Es steht für Frische, Ästhetik und gesunde Küche. Doch wer denkt, japanisches Essen höre bei Nigiri und Miso-Suppe auf, verpasst eine ganze kulinarische Welt. Die japanische Küche ist vielschichtig, regional geprägt und voller überraschender Aromen. Genau hier beginnt eine Entdeckungsreise abseits des Bekannten.

Berlin bietet ideale Bedingungen dafür. Die Stadt ist offen für Experimente, international geprägt und hungrig nach Authentizität. Neue Restaurants, kleine Bistros und spezialisierte Food-Projekte zeigen, wie vielfältig japanische Küche wirklich sein kann. Nicht nur Sushi – das gilt besonders hier.

Warum sich der Blick lohnt

Japan ist ein Land mit starker Esskultur. Viele Gerichte haben ihre Wurzeln in der regionalen Tradition, in der Saisonalität und in der Wertschätzung jedes einzelnen Bestandteils. Reis, Dashi, fermentierte Zutaten, Fisch, Gemüse, Algen – alles wird präzise aufeinander abgestimmt. Auch Textur spielt eine große Rolle. Knusprig trifft auf weich, cremig auf bissfest.

In Berlin wächst das Interesse an authentischem japanischem Essen. Immer mehr Köche bringen Gerichte auf den Teller, die in Japan zum Alltag gehören – aber außerhalb kaum bekannt sind. Portale wie https://aiki-berlin.de/ zeigen, wie stark die Verbindung zwischen Kultur, Küche und Achtsamkeit in Berlin geworden ist.

Sieben Gerichte, die überraschen

Okonomiyaki – der herzhafte Pfannkuchen

Okonomiyaki stammt aus Osaka und Hiroshima. Es ist ein deftiger Pfannkuchen aus Kohl, Ei, Teig und weiteren Zutaten wie Schweinebauch, Garnelen oder Käse. Oben drauf kommen eine würzige Sauce, japanische Mayonnaise und Bonitoflocken. Alles wird auf einer heißen Platte gebraten. Das Ergebnis ist knusprig und herzhaft.

In Berlin bieten einige Izakayas diese Spezialität an – meist frisch zubereitet und in klassischem Stil serviert. Besonders empfehlenswert sind kleine Läden mit offener Küche. Dort kann man die Zubereitung direkt miterleben.

Karaage – Japans knuspriges Fried Chicken

Karaage ist mariniertes Hühnchen, das in Kartoffelstärke gewälzt und knusprig frittiert wird. Die Marinade enthält Sojasauce, Ingwer und Knoblauch. Das Fleisch bleibt saftig, die Hülle wird goldbraun. In Japan findet man Karaage in Bentoboxen, auf Festivals und in Bars.

In Berlin gibt es Karaage mittlerweile in mehreren Ramen-Bars und Izakayas. Es eignet sich hervorragend als Snack oder als Beilage. In Kombination mit einem kühlen Bier ein echter Genuss.

Oden – wärmender Eintopf für kalte Tage

Oden ist ein Eintopf mit verschiedenen Zutaten, die in einer leichten Dashi-Brühe langsam ziehen. Typisch sind Rettich (Daikon), gekochte Eier, Tofu, Fischkuchen und Konjac. In Japan ist Oden vor allem im Winter beliebt. Er wird in kleinen Läden, an Straßenständen oder sogar in Konbinis serviert.

In Berlin ist Oden selten – aber nicht unmöglich zu finden. Einige Restaurants mit saisonaler Karte bieten das Gericht im Herbst und Winter an. Ideal für alle, die es mild, herzhaft und wärmend mögen.

Nasu Dengaku – gegrillte Aubergine mit Miso

Dieses vegetarische Gericht überzeugt mit intensivem Umami. Die Aubergine wird gegrillt, bis sie weich und leicht karamellisiert ist. Dann wird sie mit einer dicken Misopaste bestrichen und nochmals kurz überbacken. Das Ergebnis ist weich, süßlich, salzig und voller Geschmack.

In Berliner Lokalen mit Fokus auf Gemüse oder moderne japanische Küche findet man Nasu Dengaku oft als Vorspeise. Besonders gut passt dazu Reis und grüner Tee.

Onigiri – der japanische Snack für unterwegs

Onigiri sind Reisbällchen mit Füllung, meist in Nori eingewickelt. Beliebte Varianten enthalten Lachs, eingelegte Pflaume (Umeboshi) oder Thunfisch mit Mayonnaise. In Japan sind sie an jeder Ecke zu finden – in Berlin erobern sie langsam die Szene.

Es gibt inzwischen Cafés und Takeaway-Läden, die täglich frische Onigiri anbieten. Sie sind ideal für unterwegs, leicht, sättigend und überraschend vielfältig.

Chawanmushi – herzhafter Eierpudding

Chawanmushi ist ein gedämpfter Pudding aus Ei und Dashi. Er wird warm serviert, meist mit Garnelen, Pilzen und Ginkgo. Die Konsistenz ist seidig und weich. Geschmacklich erinnert es an eine Mischung aus Brühe und Omelett – aber zarter.

In Berlin findet man Chawanmushi eher in gehobenen japanischen Restaurants oder als Teil eines Menüs. Wer die Gelegenheit bekommt, sollte es probieren. Es ist subtil, elegant und vollkommen anders als das, was man erwartet.

Zaru Soba – kalte Buchweizennudeln

Zaru Soba sind kalte Sobanudeln, die mit einer leichten Sojasauce-Dip serviert werden. Dazu gibt es Frühlingszwiebeln, Wasabi und oft Nori. Perfekt für heiße Tage oder als leichte Mahlzeit.

In Berlin sind Sobanudeln meist warm im Ramen-Stil erhältlich. Kalte Varianten gibt es in Restaurants mit traditionellem Schwerpunkt. Die Nudeln werden auf Bambusmatten serviert – schlicht, aber raffiniert.

Tipps für Neugierige

Wer Lust hat, diese Gerichte selbst zu entdecken, sollte offen für neue Geschmackserlebnisse sein. Viele der erwähnten Speisen findet man nicht auf Standardkarten. Manchmal hilft es, gezielt zu fragen oder sich überraschen zu lassen. Kleine Restaurants, Izakayas oder Pop-up-Küchen bieten die beste Chance auf authentische Erfahrungen.

Es lohnt sich, regelmäßig auf https://aiki-berlin.de/gastronomie vorbeizuschauen. Dort werden viele der kulinarischen Projekte vorgestellt, die sich mit echter japanischer Esskultur in Berlin beschäftigen.

Wem die große Restaurantkarte zu unübersichtlich erscheint, dem helfen auch Events und Kochworkshops. In vielen Berliner Stadtteilen gibt es Angebote rund um japanisches Kochen – von Onigiri-Rollkursen bis hin zu veganem Ramen.

Mehr entdecken

Wer die Vielfalt der japanischen Küche kennenlernen will, muss nicht weit reisen. Berlin ist ein kulinarischer Schmelztiegel. Die Stadt bietet Raum für Experimente, aber auch für echtes Handwerk. Abseits von Sushi und Ramen warten Aromen, Texturen und Gerichte, die tief in der japanischen Alltagskultur verwurzelt sind.

Die Entdeckung beginnt im Kleinen – mit einem Reisbällchen, einem Pfannkuchen oder einem Eierpudding. Jeder Teller erzählt eine Geschichte. Und wer zuhört, schmeckt mehr.